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Gegentore in Überzahl

1.Männer 2010/2011 15.5.2011
TuS 1896 Sachsenhausen 2
SV Victoria Seelow 2

Fußball-Brandenburgliga:

TuS 1896 Sachsenhausen - Victoria Seelow 2:2 (2:0)

SACHSENHAUSEN 2:0-Pausenführung verspielt – und das in Überzahl. Der TuS 1896 Sachsenhausen musste sich gestern Abend im Heimspiel der Fußball-Brandenburgliga gegen den SV Victoria Seelow mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben.

Von Stefan Zwahr

Zum Auftakt des 27. Spieltags – dem diesjährigen Spieltag für Menschlichkeit und Toleranz – wurde der Seelower René Margraff zum Spieler der Partie. Binnen zwei Minuten glich er für die schon in Unterzahl spielenden Gäste aus und machte dann im Tor eine gute Figur, nachdem auch sein Keeper Christopher Ewest vom Platz musste.

Ohne die viel diskutierten Torszenen und Platzverweise hätten die 293Zuschauer ein eher langweiliges Spiel auf ganz schwachem Niveau gesehen. Sachsenhausen war von Beginn an das optisch bessere Team, kam aber zu keinen nennenswerten Aktionen vor des Gegners Tor. Im Gegenteil: Seelow (abermals personell arg gebeutelt) hatte Pech, als Steve Neumann einen Konter mit einem Schuss an die Latte abschloss (14.). Auch wenig später hatte der TuS Glück, als die Aktion von Schlussmann Nick Schrobback gegen Rafal Krzystof Cipinski nicht mit einem Strafstoß geahndet wurde.

Kurz vor der Pause profitierte Sachsenhausen von zwei kapitalen Fehlern des gegnerischen Keepers. Zunächst ließ Ewest einen harmlosen Freistoß von Jan Lorenz prallen und Andor Müller vollendete im Nachschuss (41.). Drei Minuten später flog eine Lorenz-Ecke in den Fünf-Meter-Raum. Ewest war nicht im Bilde und Roller traf. „Wir haben das Spiel bis dahin dominiert. Die Führung war aber glücklich“, räumte TuS-Trainer André Beutler ein.

Vier Minuten nach Wiederbeginn und der Gelb-Roten Karte gegen Lukasz Zygielewicz schien die Partie gelaufen. „Wir standen ganz sicher, aber das Spiel war eigentlich verloren“, so Gäste-Coach Peter Flaig. Doch sein Team kam zurück und bestrafte gnadenlos die Stellungsfehler der Gastgeber. Nachdem Neumann das Leder von halblinker Position an den langen Pfosten gesetzt hatte, staubte der eingewechselte Margraff in der 66.Minute zum Anschlusstreffer ab. Keine 120 Sekunden später verwertete er einen langen Abwehrschlag per Heber aus 20Metern zum Ausgleich.

In der 78. Minute musste Margraff ins Tor, weil Ewest einen Schuss außerhalb des Strafraums mit der Hand abgewehrt hatte. Sachsenhausen agierte gegen clever verteidigende Gäste – die sich den Punkt über 90Minuten verdienten – aber ideenlos. „Ich muss den Hut ziehen, wie sich die Mannschaft in doppelter Unterzahl präsentiert hat“, betonte Flaig.

Sachsenhausen: Schrobback - Wolter, Hahn (71.Gliem), Pilz, Wiesner (78.Purrmann), Lesniak (50.Klawitter), Hellmich, Lorenz, Fomin, Roller, Müller

Seelow: Ewest – Schmidt, Schubert, Zygielewicz, Fröhlich – Gramsch, Wojciak, Jankowski, Cipinski – Kloss (61. Margraff), Neumann

SR: Burghardt (Premnitz) – Z.: 296

GELBE: Hahn (F), Wolter (U) / Gramsch, Schubert, Zygielewicz, Wojciak (alle F)

GELB-ROT: - / Zygielewicz (49.)

ROT: - / Ewest (78.)

 
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