In der Woche vor dem Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten FC Hansa Rostock wird beim TuS 1896 Sachsenhausen nichts dem Zufall überlassen.
An allen Fronten laufen die Vorbereitungen für das Spiel am kommenden Sonnabend (14.30 Uhr, Dangelmayr-Stadion) auf Hochtouren.
„Wir genießen die Unterstützung von allen Seiten“, freut sich der Vereins-Vorsitzende Harry Döde. So konnte die Stadt Oranienburg als wichtiger Partner ins Boot geholt werden. Zudem gibt es eine Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei. Diese wird mit zwei Einsatzhundertschaften vor Ort sein. Zudem sorgen 30 Vereinsordner für Sicherheit. 2 100 Zuschauer dürfen die Begegnung verfolgen. „Das hat die Polizei so vorgegeben. Wir rechnen mit einem vollen Haus“, so Fußball-Abteilungsleiter Fred Lange.
Was „volles Haus“ zu bedeuten hat, wissen die Verantwortlichen selbst nicht. „Diese Zahl ist für uns die große Unbekannte. Wir wissen nicht, was aus Rostock oder vielleicht Berlin anreist“, bleibt Lange aber ganz entspannt. „Im Moment verspüre ich noch keine Aufregung.“
Anders ist das bei Döde. „Ich bin schon etwas angespannter.“ Dabei lief bislang alles glatt. „Der Karten-Vorverkauf lief besser als erwartet.“ In den Vorverkaufsstellen (wie den Geschäftsstellen unserer Zeitung) sind aber noch wenige Karten vorhanden. Am Mittwoch endet der Vorverkauf.
Sollte das Stadion nicht voll sein, will Sebastian Nowak überhaupt nicht auflaufen. „Unter 3 000 Zuschauern komme ich nicht“, scherzte der Kapitän. Trotz der Doppelbelastung (am Sonntag um 14 Uhr steigt das Landesliga-Punktspiel gegen den FSV Bernau) wird es ein normales Trainingspensum geben. „In den Einheiten gehen wir nicht an die Leistungsgrenze. Darum wird ganz normal trainiert“, lässt Trainer Falk Franke alles beim Alten. Nach jetzigem Stand fehlen ihm nur die Langzeitverletzten Jableka und Feigt. „Ich habe also rund 19 Spieler, die alle zum Einsatz kommen werden.“
Priorität hat für Franke das Bernau-Spiel. „Das ist absolut wichtig. Gerade gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion ist es immer schwer.“ Und gegen Rostock? „Als Trainer will man die Heimspiele natürlich gewinnen“, witzelt Franke, der den Gegner gestern im Ostseestadion gegen Köln beobachtete. „Dieser Termin war aber Zufall“, fügte er an. Sein Team könne gegen Rostock Anschauungsunterricht nehmen. „Vielleicht kommen wir in den einen oder anderen Zweikampf oder schaffen mal einen Torschuss. Ansonsten geht es nur darum, nicht zweistellig zu verlieren.“
Zu einem schönen Spiel will dann auch der Schiedsrichter beitragen. Frank Fleske (Schönow) leitet nicht zum ersten Mal einen derartiges „ungleiches Duell“. Über 90 Minuten will er locker und leicht auftreten. „Diese Begegnungen kann man als Schiri lockerer leiten, so lange es die Spieler verstehen und nicht übertreiben.“
(Stefan Zwahr)
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