Sachsenhausen gewinnt MAZ-CUP 2008

Mit dem TuS 1896 Sachsenhausen setzte sich am Sonnabend die eindeutig dominierende Mannschaft beim Fußball-Sommercup auf der Anlage des Brandenburgligisten durch. Gegen den Landesligisten FC 98 Hennigsdorf wurde das Endspiel 3:0 gewonnen. Der Aufsteiger gewann vor phasenweise etwas mehr als 400 Zuschauern seine vier Turnierspiele über jeweils 30 Minuten ohne Gegentreffer und beerbt damit den SV Altlüdersdorf. Der Titelverteidiger war diesmal nicht mit dabei. Im Halbfinale eines durchaus gutklassigen Turniers hatte Sachsenhausen die Überraschungsmannschaft Forst Borgsdorf mit 3:0 geschlagen. Die „Förster“, die nicht einmal in Bestbesetzung antraten, holten sich Rang drei gegen den Landesklassen-Kontrahenten Löwenberger SV, der das Semifinale mit 0:2 gegen Hennigsdorf verlor. Nur im Spiel um Platz fünf fanden sich die enttäuschenden Landesligisten SC Oberhavel Velten und SV Zehdenick wieder. Die Ofenstädter gewannen.

„Es soll nicht überheblich klingen. Aber heute war zu sehen, dass diese Mannschaft die Herausforderung Brandenburgliga braucht“, lobte TuS-Trainer Gerd Pröger den Auftritt seiner Schützlinge. Diese präsentierten sich in bestechender Frühform, spielten den schönsten Fußball und wirkten spritzig. „Es macht einfach Spaß. Das taktische System funktioniert hervorragend. Ich bin echt positiv überrascht. Außerdem fühle ich mich total fit“, zeigte sich Neuzugang Felix Kalohn angetan. Eine Antwort auf die Frage, an welchen Schwachstellen in den zwei noch anstehenden Vorbereitungswochen denn gearbeitet werden müsste, tat er sich schwer. „Naja, ein paar kleine Fehler im Aufbauspiel müssen noch abgestellt werden.“

Lob für den Sieger gab es auch von den Trainern der fünf anderen Teilnehmer. „Der TuS war die eindeutig dominierende Mannschaft“, so Hennigsdorfs Peter Voss, der den im Urlaub weilenden Trainer Achim Kreft vertrat. „Ich bin froh, dass der Gegner im Finale mehrere Tore geschossen hat“, scherzte er in Anspielung auf den ersten Treffer der Sachsenhausener, der aus seiner Sicht aus abseitsverdächtiger Position erzielt wurde. „Aber der Sieg war verdient. Die Viererkette der Sachsenhausener funktioniert ausgezeichnet, alle Mannschaftsteile sind beteiligt“, lautete seine Analyse.

Überdacht werden soll der Modus des Turniers, das seinen festen Platz nicht in Sachsenhausen haben muss. Einhellige Meinung der Trainer: „Es zieht sich ganz schön hin. Sechs Stunden Fußball sind zu viel.“

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