So ist Fred schon immer gewesen

So ist Fred schon immer gewesen

Fred Lange, Fußball-Abteilungsleiter des TuS 1896 Sachsenhausen, feiert heute seinen 50. Geburtstag

Von Stefan Zwahr

Sein Name ist Sinnbild für den stetigen Aufstieg des TuS 1896 Sachsenhausen in den vergangenen Jahren. Wird über den Traditionsverein gesprochen, fällt in einem Atemzug der Name Fred Lange. Bei sportlichen Rivalen ist er wegen seiner harten Verhandlungspolitik gefürchtet, Freunde und Vereinskameraden mögen seine Loyalität und die permanent gute Laune des Mannes mit den wuschigen Haaren. Fred Lange feiert heute seinen 50. Geburtstag.

„Er ist Sachsenhausener durch und durch“, betont Vater Horst, dass sein Sohn mit Ausnahme einiger kurzer Unterbrechungen immer im Oranienburger Ortsteil gelebt hat. Zudem blieb er auch dem heutigen TuS 1896 immer treu. „Mit sechs Jahren habe ich in Sachsenhausen mit dem Fußball angefangen“, berichtet er oft mit leuchtenden Augen von seinen Zeiten beim heutigen Brandenburgligisten, für den er einst in der Bezirksliga spielte. Ob er ihm diese Bodenständigkeit mit in die Wiege legte, weiß Horst Lange nicht. Unbewusst vielleicht. Sicher ist er sich jedoch, dass er seinem Sohn (der am 18. April 1981 heiratete) den Humor, die flotten Sprüche und die Schlagfertigkeit vererbte. „So ist Fred schon immer gewesen. Das hat er von mir.“

Ähnliche Wesenszüge sind auch bei seinen Söhnen zu erkennen. „Sie sind sein ganzer Stolz“, weiß Horst Lange. Doch wie erlebten sie den Vater Fred? Ist er auch in der Familie derart locker drauf? „Als Vater ist er viel strenger. Ich durfte nichts“, schmunzelt Stefan. Sein Bruder Thomas sieht keine Unterschiede. „Alle werden gleich behandelt. Wie seine Kinder.“

Nicht nur durch seine unterschiedlichen Funktionen im Sportverein – für die er unter anderem mit der Verdienstnadel des Landesverbandes ausgezeichnet wurde – machte sich Geschichtsliebhaber Fred Lange, der vor allem der deutschen Geschichte verfallen ist, in der Region einen Namen. Seit 17 Jahren ist der eingefleischte Fan von Rekordmeister FC Bayern München (O-Ton: „Wenn Klinsmann Trainer wird, ist der Verein für mich gestorben“) mit einer KfZ-Werkstatt im Sachsenhausener Waldweg selbstständig. 1983 machte er seinen ersten Meister, mittlerweile wird eine ganze Wand von Zertifikaten geschmückt. Seit Anfang August trägt der Meisterbetrieb den Namen „Lange&Lange GbR“, denn Sohn Thomas ist mit eingestiegen. Zu den Kunden gehören zahlreiche Fußballer. Der Inhalt der Gespräche ergibt sich so von selbst. Lange kann natürlich mitreden und ist immer bestens informiert. „In dieser Garage laufen die Drähte des Oberhavel-Fußballs zusammen“, bezeichnet der ehemalige Sachsenhausen-Trainer Tino Hennig die Werkstatt als „Weißes Haus von Oberhavel“.

Heute hat der Chef des Hauses (der sich vor einigen Jahren in die Gestaltung des ersten Sachsenhausen-Kalenders einbrachte) Geburtstag. Durch seine freche und zugleich umgängliche Art hat er sich auch außerhalb des Ortes viele Freunde gemacht. Sie alle wissen, dass Fred Lange auch vor unkonventionellen Entscheidungen nicht zurückschreckt. Was er will, setzt er durch. Und das oft auch gegen Widerstände. Am Ende ist es aber oft so, dass er recht behält. Vor dieser Lebensleistung ziehen viele den Hut. „Fred muss man einfach mögen“, so Ortsbürgermeister Jürgen Wruck.

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