Neuer Trainer bei TuS: Obrad Marjanovic
SACHSENHAUSEN| Fußball-Brandenburgligist TuS Sachsenhausen hat seit gestern Abend einen neuen Trainer. Obrad Marjanovic wird die Mannschaft übernehmen. Diese Entscheidung hat der Fußballvorstand am Abend gefällt. Der Berliner wird Nachfolger von André Beutler, der nach der 0:1-Niederlage gegen das Schlusslicht Viktoria Seelow vor knapp drei Wochen zurückgetreten war.
„Wir haben zusammengesessen und mit dem neuen Coach die wesentlichen Dinge besprochen“, sagte Vereinschef Harry Doede gestern Abend auf Nachfrage. Mit in der Vorstellungsrunde war Mannschaftskapitän Martin Pilz. Dem Team wird der 49-Jährige am Donnerstag vorgestellt.
Obrad Marjanovic ist verheiratet und hat zwei Kinder. In der Vergangenheit betreute er Teams wie Spandau 06, Tasmania 73 und Blau-Weiß Berlin. Seine Co-Trainer werden Mario Grabow und René Dittmer sein. Mit Marjanovic soll der Klassenerhalt geschafft werden. sb
„Es hat wieder gejuckt“
FUSSBALL Interview mit Obrad Marjanovic, neuer Trainer beim TuS 1896 Sachsenhausen
Obrad Marjanovic ist der neue Trainer beim Fußball-Brandenburgligisten TuS 1896 Sachsenhausen. Mit dem 49-Jährigen sprach Stefan Blumberg.
MAZ: Wo waren Sie zuletzt als Trainer tätig?
Obrad Marjanovic: Richtig bei Tasmania Berlin. Ich half beim Weißenseer FC aus und betreute Blau-Weiß 90 die letzten beiden Spiele.
Haben Sie nach einem neuen Tätigkeitsfeld gesucht?
Marjanovic: Das trifft sicherlich zu, ich wollte wieder etwas machen, es hat gejuckt. Anfang der Saison hätte ich bereits in Berlin eine Mannschaft übernehmen können. Aber da ich Unternehmer bin und zu der Zeit in Hamburg und Frankfurt zu tun hatte, ging das nicht. Jetzt ist der Job erledigt. Da die Sachsenhausener einen Trainer gesucht haben, passte das ganz gut zusammen. Wir haben uns zusammengesetzt – und es war ein gutes Gespräch.
Kannten Sie den Verein vorher schon?
Marjanovic: Ich war in den vergangenen Jahren ab und zu mal hier und interessierte mich für Spieler. Zum Beispiel habe ich die Mannschaft in einer Begegnung gegen Oranienburg gesehen. Ich hatte damals Torwart Falko Ring auf dem Zettel. Er kam dann ja auch zu Tasmania. Die Region kannte ich auch, da mein Sohn Aleksandar beim SV Altlüdersdorf spielte.
Haben Sie die Sachsenhausener Mannschaft in dieser Saison bereits gesehen?
Marjanovic: Ja. Als wir das erste Mal gesprochen hatten, schaute ich mir zwei Spiele an (das 2:2 gegen Ludwigsfelde und das 0:0 gegen Eberswalde, d. R.).
Wie ist Ihr Eindruck?
Marjanovic: Der Kader umfasst nur 18 Spieler, das sind nicht viele. Deshalb sollten wir das Team punktuell verstärken. Ich weiß, dass die Spieler willig sind und zusammenhalten. Das ist entscheidend für den Kampf um den Klassenerhalt.
Was war ausschlaggebend für Ihre Zusage?
Marjanovic: Vor allem das gute Gespräch mit Vereins-chef Harry Doede und Teammanager Fred Lange. Wir sind gleicher Meinung, was fußballerische Dinge angeht und verfolgen die gleichen Ziele. Menschlich passen wir gut zueinander. Ich bin nicht scharf darauf, mit der Tätigkeit Geld zu verdienen, dafür habe ich meine Firma (Baugeschäft, d.R.). Außerdem wollte ich schon immer mal in Brandenburg trainieren.
Die Vereinbarung zwischen TuS und Ihnen gilt vorerst bis zum Saisonende, warum nicht länger?
Marjanovic: Das halbe Jahr ist in Ordnung. Bis dahin sehen wir, ob es zwischen uns funktioniert und ob die Klasse gehalten wurde. Wenn es nicht funktionieren sollte, dann ist es eben vorbei. Aber ich denke immer positiv.
MAZ:Stefan Blumberg
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